Schwäbischer Kartoffelsalat
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Ohne Mayonnaise und mit wenig gesättigten Fettsäuren erhält dieser Kartoffelsalat die beste Bewertung — eine gesunde und sättigende Beilage.
Klebrig, saftig und lauwarm serviert: Der original schwäbische Kartoffelsalat wird mit intensiver Fleischbrühe, Essig, Öl und Zwiebeln angemacht.
Schlotzig muss er sein!
In Schwaben ist man sich bei vielem uneinig, aber eines ist klar: Ein guter Kartoffelsalat braucht keine Mayonnaise! Er muss "schlotzig" sein – also so richtig schön klebrig und saftig durch die Stärke der warmen Kartoffeln und die reduzierte Fleischbrühe. Dieser Salat war der treue Begleiter zu jedem Familienfest.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Leicht und luftig ohne schwere Mayonnaise
- Lauwarm ein unglaublicher Genuss zu Fleisch oder Fisch
- Das Geheimnis ist die heiße, kräftige Brühe
Allergene
Kann je nach verwendeter Brühe zusätzliche Allergene enthalten (Sellerie, Soja).
Küchengeräte
Zutaten
Zutaten
- 1 kg festkochende Kartoffeln (z.B. Sieglinde, Annabelle)
- 1 große Zwiebel
- 250 ml heiße, seeeehr kräftige Rinderbrühe
- 3 EL Weißweinessig
- 4 EL neutrales Pflanzenöl (kein Olivenöl!)
- Salz, Pfeffer und frischer Schnittlauch
Zubereitung
Kartoffeln mit Schale im Salzwasser weich kochen (Pellkartoffeln). Noch sehr heiß schälen und in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden.
Die Zwiebel in feinste Würfel schneiden. Ein Tipp, damit sie nicht gären: Zwiebeln ganz kurz in ein wenig Brühe kochen lassen und dann heiß über die Kartoffeln geben.
Die heiße, kräftige Brühe mit Senf (optional), Essig, Salz und Pfeffer mischen und über die noch warmen Kartoffelscheiben gießen.
Den Salat vorsichtig mischen, bis die Kartoffeln die Brühe aufgesaugt haben und 'schlotzig' werden. Erst ganz zum Schluss das Öl unterrühren! Mit Schnittlauch garnieren.
| Nährstoff | Pro Portion |
|---|---|
| Energie | 285 kcal |
| Fett | 14 g |
| ↳ davon gesättigte Fettsäuren | 1,8 g |
| Kohlenhydrate | 34 g |
| ↳ davon Zucker | 2,1 g |
| Ballaststoffe | 3,5 g |
| Eiweiß | 5,8 g |
| Salz | 1,2 g |
Tipps und Variationen
- Die richtige Kartoffel: Festkochende Sorten wie Sieglinde, Annabelle oder Linda sind Pflicht. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Schneiden und der Salat wird matschig.
- Am Vortag machen: Der Salat schmeckt am nächsten Tag noch besser — einfach 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur anwärmen.
- Speck-Variante: 100 g Speck in kleine Würfel schneiden und in etwas Schmalz knusprig ausbraten. Über den fertigen Salat streuen — nicht typisch schwäbisch, aber ein Traum.
- Gurken-Version: In manchen schwäbischen Familien kommen fein gewürfelte Gewürzgurken in den Salat. Probier es aus — die Säure der Gurke harmoniert perfekt mit dem Essig-Dressing.
- Für Veganer: Einfach Gemüsebrühe statt Fleischbrühe verwenden — geschmacklich kein großer Unterschied, wenn die Brühe kräftig genug ist.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank: Gut abgedeckt hält sich der Kartoffelsalat 2–3 Tage. Vor dem Servieren 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen und evtl. mit etwas Brühe auffrischen.
Im Sommer: Da kein Mayo verwendet wird, ist dieser Salat deutlich unempfindlicher bei Wärme als die norddeutsche Version. Trotzdem bei Temperaturen über 25 °C nicht länger als 2 Stunden ungekühlt stehen lassen.
Einfrieren: Nicht empfehlenswert — die Textur der Kartoffeln leidet stark beim Auftauen. Besser frisch machen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist schwäbischer Kartoffelsalat ohne Mayo?
In Schwaben wurde Kartoffelsalat traditionell immer mit Brühe und Essig zubereitet — Mayonnaise kam erst viel später in die deutsche Küche und hat sich vor allem im Norden durchgesetzt. Die warme Brühe-Variante hat den Vorteil, dass die heißen Kartoffeln das Dressing viel besser aufnehmen und der Salat intensiver schmeckt. Außerdem ist er leichter, haltbarer und auch bei sommerlichen Temperaturen unbedenklicher.
Welche Kartoffeln für schwäbischen Kartoffelsalat?
Festkochende Kartoffeln sind Pflicht — Sorten wie Sieglinde, Annabelle, Linda oder Belana eignen sich perfekt. Sie behalten beim Kochen ihre Form und lassen sich in dünne Scheiben schneiden, ohne zu zerfallen. Mehligkochende Kartoffeln (wie Bintje oder Adretta) sind absolut ungeeignet — sie werden matschig und der Salat verliert seine Textur.
Warum müssen die Kartoffeln heiß geschnitten werden?
Heiße Kartoffeln haben eine offene Zellstruktur — die Stärke ist noch weich und aufnahmefähig. Wenn du das warme Dressing über die heißen Scheiben gibst, saugen sie die Flüssigkeit regelrecht auf und werden von innen heraus würzig. Erkaltete Kartoffeln haben eine geschlossene Oberfläche und nehmen das Dressing nur oberflächlich an — der Salat schmeckt dann flach und die Soße sammelt sich am Boden.
Wie lange muss schwäbischer Kartoffelsalat durchziehen?
Mindestens 30 Minuten, idealerweise 2–3 Stunden. Viele Schwaben machen ihn am Vortag und lassen ihn über Nacht im Kühlschrank durchziehen — das ist die absolute Königsklasse. Vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringen und abschmecken: Nach dem Durchziehen zieht die Kartoffel Säure und Salz, also eventuell nachjustieren.
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